Besäufniserregend

Freitag, 26.04.2013


Etwas passiert…etwas Revolutionäres…etwas Weltbewegendes…für manche Seelen Entsetzliches…abrupt und eiskalt … das ENDE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Dies, meine Freunde der Sonne und des Mondes, ist der letzte australische Blogeintrag.
Lasst diesen Satz erst mal sacken. In der Zeit schreibe ich über meine Erlebnisse der letzten Tage.
wald anderer wald
Ich habe neue und alte Freunde in Cairns gefunden. Dänen, Holländer, Taiwanesen, Deutsche und natürlich Franzosen gehörten zu der Wasserfalltourgruppe. Einige herausstechend hübsche Mädchen trafen auf männliche Männer und wir alle rutschten auf der natürlichen Steinrutsche dem Sonnenuntergang entgegen. Aber mal ernsthaft die Tour war cool, hab n paar neue Leute kennengelernt und was heißt das?
salomon der alte halunke die kunst des amusement a la torsten es IST wasser im haus der fall des H2O                          loch
Rrrichtig SAUFEN ! nach alter deutscher Tradition.  deutsche markenqualität Das deprimierende Wissen um mein letztes Wochenende in Down Under und den Verkauf des „Verschwindibus“ mit mehrfachem Wertverlust musste natürlich ausreichend totgetrunken werden.

Goon hatte ich abgeschworen, es hat mich wie ein Octopus in einem japanischen Über-18-Film gepackt und, wie man im eloquenten Neudeutsch unserer Generation sagt, „gef**kt“.  (Bitte nicht Zuhause nachmachen).
An besagten Abenden verzeichnete ich auch signifikanten Erfolg beim anderen Geschlecht, der mir bis zu einem gewissen Zeitpunkt nicht sehr bewusst war…oder würdet ihr denken die Vegetarierin die euch drei Mal boxt weil ihr mit ‘nem Kumpel virtuelle Büffel erschießt findet euch in Wirklichkeit (Zitat, frei übersetzt) „wunderschön“?. Oder dass sie unbedingt mit einem Tanzen gehen will? Nooope…wie auch immer das aufgedrehte Ding ist in der Menge verschwunden und ich widmete mich wie Charles Schulzkowsi wieder meinem Whiskey und überblickte von meinem hohen Ross aus entspannt die Lage.

Außerdem hat mir dieser Abend noch viel mehr mitgegeben: drei neue Trinkspiele und die Einsicht dass ich unter Einfluss von Alkohol das soziale Netzwerk Facebook viel mehr missbrauche als sonst…free wifi im Hostel VERDAMMT SEIST DUUUUUU.
immer live dabei, lebenslang grün weiß
Mein dänischer Däne kam nach dem Wochenende dann auch von seinem Tauchtrip wieder um den ich ihn sehr beneidete. Von den drei Dingen die ich im tropischen Norden Queenslands machen wollte stand das mit auf meiner Liste, sowie Krokodile bespannen und im Regenwald Kamikaze fahren. Nur letzteres hab ich wirklich geschafft, das bedeutet ich muss noch mal wieder zurück :)

Die letzte Woche habe ich also insgesamt gemerkt wie ich immer weiter in deutsche Konditionen zurückfalle. Ich häng mit Cuxhavenern ab (Flo und Tjark, man erinnert sich), trinke wieder, häng im Internet, hab keinen festen Tagesablauf mehr und gucke das Championsleague-Halbfinale, was mich um zwei Nächte Schlaf gebracht hat und vorherigen Punkt bestätigt. Aber ey, es war’s wert !!!
wie ein hornissennest
Kleine Anekdote zum Thema die Welt ist klein: Völlig egal wie viele Millionen Backpacker momentan in Australien herumcruisen, es passiert, dass man drei voneinander unabhängige Menschen aus den ersten Wochen Ozeanien am Ende seiner Reise wiedersieht und sich fast schon wieder frisch wie am Anfang fühlt. Zufall über Zufall.
iron man 3
Nun bin ich hier, in Brisbane, in nem beschissenen Hostel, zu nem beschissenen Preis, mit nem beschissenen Körpergefühl (Müdigkeit, Übelkeit, Unwohligkeit, Tripper, Blue Waffles, alles dabei) und der beschissenen Einsicht, dass es so bald nach Hause geht und man Australien für eine sehr lange Zeit wohl nicht mehr wieder sieht.

Und so bin ich auch wieder am Anfang des Eintrags. Dem zweiundzwanzigsten. In Zahlen 22. Und in dieser Zeit sind nicht nur 2500 Leser dankbar für meine berauschenden Einträge geworden sondern auch ich für die Zeit die ich hier verbringen konnte. In den letzten sechs Monaten bin ich innerlich etwa drei Mal so schnell wie sonst gealtert aber auch gereift, habe viel zu viel Geld ausgegeben aber unfassbar vieles gesehen und erlebt, bin knietief durch Scheiße gewatet und habe in Glanz und Gloria gefeiert, habe Freunde gefunden, Freunde verloren und komme nun endlich, endlich auf mich selbst klar. Diese Stelle nutze ich noch einmal zum Dank an meine Familie und guten Freunde, die mich bisher weder vergessen noch im Stich gelassen haben, an meine australischen Pflegeeltern und Geschwister, die mir wirklich durch die Zeit geholfen haben an meine Mitreisenden, mit denen ich eine tolle Zeit hatte und ganz speziell noch an meine Oma, die mich finanziell so unterstützt hat und natürlich an Mama, weil ich ohne sie so oft verloren gewesen wäre <3

und jetzt genug mit so einem Schmarrn jetzt wird weiter gepöbelt.

Man nenne mich ab und zu Pessimist, manche sagen ich sei Optimist, ich denke ich habe für beides meine Gründe. Ich will nicht suggerieren ich hätte öfter Pech als Glück in den mehr oder wenigen kleinen Dingen im Leben. Ich halte mein Leben sogar für einen Glücksfall da es mir an denkbar wenig mangelt und ich einigermaßen zufrieden bin, soweit es mir meine menschliche Natur eben erlaubt. Dennoch fällt mir des Öfteren auf das ich in gewissen Bereichen wohl einen übermächtigen Prankmaster im Nacken hab. Ich hatte nicht nur auf meinem Hinflug das Privileg das Wunder des jungen Lebens durch überdurchschnittlich intensive Beschallung aus nächster Nähe kennenzulernen.
Auch heute durfte ich mich an der direkten Gesellschaft eines noch nicht eigenständig denkfähigen Mitglieds der Spezies Mensch erfreuen.

Ich lass mal die Euphemismen sein. Mir vor mir saß ein kreischendes Gör und als ob es nicht frech genug sei in mir mörderische Gedanken zu wecken, die ich im gleichen Moment bereue, lächelt mich das Monster nach der Landung in Brisbane auch noch mit bestechend großen Augen und einem glücklichen Ausdruck im Gesicht an. Auch der versöhnliche „mucki mucki“-Gruß den ich mit ihm austauschte hilft nicht gegen die Ohrenschmerzen die ich jetzt habe…und zwar weil ich mit meinen Fingern meinen Gehörgang verbarrikadiert habe um bösen Gedanken vorzubeugen.

Ich muss eh zum Onkel Doktor. Hab vielleicht ‘ne gebrochene Nase seit 5 Monaten, möglicherweise Hautkrebs und seit Monaten das schleichende Gefühl einer Ohrenentzündung ... was auch mit meiner Nase zusammenhängen könnte.
Wenigstens geht’s meiner Leber noch gut.

Und mit diesem schönen Ausruf der Ironie setze ich dem letzten Blogeintrag aus dem fabulösen Land und Kontinent Australien ein Ende. Ich hoffe ich habt alles Bisherige genossen und ich verspreche eine Fortsetzung auf höchstem Niveau. So wie ihr es gewohnt seid. So wie ihr es verdient habt.

In Würde, Liebe und mit den besten Grüßen,
euer Mr.Keycastle

los geht's

Bescheuerte Gedankengänge

Donnerstag, 18.04.2013

1000$ ZELT ZU VERKAUFEN!! HEUTE NUR 150$ !! ZUSCHLAGEN ZUSCHLAGEN ZUSCHLAGEN!!!
WER WILL WER HAT NOCH NICHT? ...keiner?...wirklich niemand?

...go f*ck yourself

Ich sitz wieder hier,
ohne Stift und Papier,
allein am Laptop,
soziales Leben ein Flop.

Mal ehrlich was mache ich eigentlich die letzten Tage? Hänge in Boxershorts auf dem Bett und surfe in sozialen Medien und Netzwerken so wie ich es gerne im RL auf echten Wellen machen würde. Ich habe meinen Nahrungskonsum auf ein Frühstück und ein Abendessen beschränkt, eine Staffel "New Girl" innerhalb von zwei Tagen in mein Gehirn gebrannt und mein größtes Highlight war ein wirklich gut gebratenes Steak auf das ich 4 $ Rabatt bekommen habe.
ICH HABE KEINEN VERDAMMTEN TAGESABLAUF HIER!

Die allgemein anerkannte These von etwa sechs Tageszeiten Nacht, Morgen, Vormittag, Mittag, Nachmittag, Abend die durch Mahlzeiten und Lichtintensität abhängig gemacht wird glaube ich widerlegt zu haben. Ich nenne meine neuen Tageszeiten Dösen (Aufwachphase von 8 bis 13 uhr), Lichtsneaken (Frischluft testen, mit Hostelbesitzer schnacken, Flüge buchen, von etwa 14:30 bis 16 uhr) , Hunger befriedigen (Abendessen von 21 bis 22 uhr) und Veröden(im Bett liegen von etwa 23 bis 2 uhr und chatten oder Filme gucken).
In allen Pausen bin ich unbeschäftigt und unausgelastet wie ein ADHS-Kind bei einer Zurschaustellung mittelmäßig unterrichtsrelevanter Themenvideos von 1980 über den Wetterkreislauf der Welt im Fach Erdkunde.
Kann nicht einfach eins von diesen hoch begabten, achtjährigen Informatikgören ein neues Video in HD produzieren das einfach durch die Effekte schon sehenswerter ist als die Lehrvideos im Collagenformat?
DA LES ICH LIEBER N BUCH!

Morgen versuche ich mich durch echte "Modelarbeit" wieder ins Leben zu integrieren und den gierigen Fotografen meine tollen Hechtsprünge ins Wasser vor die Linse zu bringen. Freie Tour für irgendeine Broschüre. Ich kenne niemanden ausser eine Mädchen vom sehen..beste Vorraussetzungen für Eskalationen. Aber mal ehrlich wer kann NEIN sagen wenn Darius mein pessimistischer Wahrsager mir das unschlagbare Angebot macht: "you wanna have a free tour to a waterfall? only twelve people and only hot girls because of ..... " an den Rest kann ich mich nicht mehr erinnern mein Hirn hatte abgeschaltet...


So wie ich jetzt den Computer...HAHAHAHAHAHAHAHAAAA ist ja noch nicht 2 uhr nachts .


Ihr mich auch.


tschö

Igitt, das schmeckt wie selbstgemacht.

Montag, 15.04.2013


Was habe ich eigentlich letzte Woche gemacht…und gestern? Wo haben wir eigentlich geschlafen? Habe ich erst vor einer Stunde gegessen und wie lange fahre ich jetzt schon? Wie hieß nochmal diese Stadt hier und wann geht die Sonne noch gleich unter? Was war der Name von diesem einen Menschen aus meiner Vergangenheit, von dem Menschen der neben mir sitzt und mein eigener? Warum hab ich mir Stress gemacht und wollte diesen Strafzettel bezahlen?

Man sollte meinen, fünf vollrauschlose Monate hätten meinem Gehirn Zeit zum Regenerieren gegeben doch davon ist wenig zu spüren. Ausgepackt, ausgelutscht und zerkaut so fühle ich mich momentan! Wozu habe ich dem exzessiven Alkoholkonsum überhaupt abgeschworen? Geld sparen…Charakterbildung…ist doch alles Humbug. Luch und Betruch. Wer braucht schon Seelenfrieden im Leben wenn er auch Geldprobleme und Stress beim Autoverkauf haben kann? Das ist es doch was das Menschsein ausmacht: kontinuierliche Uzufriedenheit mit seinem Leben und fehlender Ehrgeiz um dies wieder grade zu biegen sowie die falsche Einstellung um damit klar zu kommen.

Rückblick: die letzten 3 Wochen waren einem der populärsten Roadtrips der südlichen Hemisphäre gewidmet. Knapp 2500 km von Sydney nach Cairns. Die Backpackerdichte pro einem cm² beträgt etwa 10, dennoch hat jeder seine eigene Story, Erlebnisse, Fotos, Videos, Angebereien und Eingeständnisse. Mit wem man sich am besten versteht wird dann auch schnell mal zusammen 1000 km gereist.
Nichtsahnend fragen Vera und ich den Franzosen Clemont ob er uns denn nicht vielleicht die Frisbee ausleihen kann mit der er und seine zwei Lebensabschnittsgefährten vorher so viel Spaß hatten. Wie Spongebob mit seinem Bonbonpapier tollten wir durch die Gegend, spielten und wühlten im Sand. Und ZACK warn ´se da : unsere Franzosen. Zwei Weltreisende und ein Aufgegabelter. Aus Mitreisenden wurden schnell Freunde und wir konnten uns so viel erzählen und beibringen und wir hatten uns alle lieb blaaaah blaaaaah blaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah.
Wasserfall nummer 1 8 meter Sprung ins ungewisse komischer käfer Surfers Paradise Surfers Paradise Ja hier Cuxhaven...Idee oder was?! Erst Scheiss regen aber dann Regenbogen am Rainbow beach. WIN! Buzz und ich als Kenny Urbanstyle westcoast an der eastcoast Schöner Falter am Wagen :D GANZ knapp =D letzter kilometer gefühlt Wallabyspuren
Naja unsere Wege trennten sich in Townsville doch vorher nahmen wir noch Noosa und Airlie Beach zusammen mit und liebe Leute von heute, des war a Moadsgaudi doa. Hätte es nicht Cuxhavenstyle durchgängig geregnet wäre es wahrscheinlich nochmal um das doppelte besser gewesen…und in Airlie Beach kam ein Türsteher und hat mein Bier weggeschüttet weil ich nah am Ausgang stand und telefoniert hab…welch trauriges und verbittertes Dasein muss dieser bedauerliche Mann führen um einem deutschen Jung sein Bier wegzukippen :‘( traurig und schockierend.
bier bier bier bier noch so n wasserfallding die erste überflutete straße meines lebens <3 spar...wait what??? guten morgen -.- so viel Holz weit weit weg land die arme palme Cape tribulation..kap des trübsals =D dat sin die mangroooven do
Nichtsdestotrotz (Wow ich hatte fast damit gerechnet „Word“ zeigt mir dieses Wort als falsch an..) ist nicht alles im Leben so einfach wie man es sich wünscht. Wenn einem 4 Monate lang gesagt wird, das Auto zu verkaufen sei super easy und manchmal kriegt man sogar ein fettes + kann man doch etwas geschockt reagieren wenn es dann doch nur 500$ sein sollen…der pessimistische jedoch auch erfahren wirkende Hostelmanager hat mir Angst gemacht.

Werde ich um eine Lebenserfahrung reicher und verliere einen Großteil meines Australienkapitals oder bleibe ich arm in Weisheit und gut betucht in der Börse? Mir wäre Option eindeutig lieber aber steht noch in den Sternen. Die Fakten sprechen gegen mich: 30 Jahre altes Auto, 450 000 km aufm Buckel, starke Konkurrenz, 1700 km bis Brisbane (wo ich in einiger Zeit abfliege) und und und.

Doch noch ist die Hoffnung nicht gestorben. Mein Leben zeigt mir positives: vor dem Abitur, vor Australien, vor der Sexpo…immer habe ich mir Stress gemacht…ohne etwas zu tun…auch hier fühlt sich alles vertraut an: als wenn alles den Bach runtergeht…das kann ja nur ein gutes Zeichen sein :) :)

F*ck ich bin echt am Hinterteil.

Wenigstens wache ich seit letzter Zeit mit einem guten Gefühl durch besonders schöne Träume auf. Ich sollte ein Traumtagebuch schreiben. Oder mich erschießen sobald ich aufwache.
…Lieber nicht Mama würde mir Fernsehverbot geben und ich müsste die Reinigung für‘s Hostel zahlen ;/

Aaalso back tot he roots. Ist ja auch weniger als n Monat bis ich wieder da bin. Flug ist gebucht, die Wenigsten wissen von meinem wahren Ankunftsdatum, ich selbst weiß es nicht, schließlich kann Nordkorea immer zuschlagen :O gut das Kim Jong und ich Sandkastenfreunde sind und wir immer zusammen Pumpen gehen ;) so wie mein Zimmergenosse der Gewichthebeweltmeister von 2012..massiver Typ

Ich sag mal wieder schüss.
Servus.

Professor Doktor Diplomingenieur und Schwarzgurt in Schnackwando

Keycastle

PS: Igitt das schmeckt wie selbstgemacht bezieht sich auf Osterhasen in der Australischen Sommersonne. cheers

Libidopoesie

Samstag, 30.03.2013


AHACHTUNG. EINE WAHARNUNG. DIESER BLOGEINTRAG HANDELT VON THEMEN DIE NIEMAND UNTER DER ALTERSGRENZE VON 12 LESEN SOLLTE…ZUMINDEST WAR ICH DAMALS SCHON BEREIT FÜR SOWAS. IST AUCH EGAL … ELTERN HALTET EUREN KINDERN BITTE DIE AUGEN ZU ES GEHT UM (Achtung Streitthema) „P O R N O G R A F I E & G E S C H L E C H T S V E R K E H R“ .Kinder haften für die Eltern. Sagt nicht ich hätte euch nicht gewarnt :)

Zeit. Unumstößlich, felsenfest, ein immer gleich bleibender Faktor der sich berechnen lässt und unveränderbar ist...sagt die Logik. Doch das menschliche Gefühl, sein Zeitempfinden verzerrt die Zeit, macht sie gefühlt langsamer oder lässt sie schneller vergehen. So kann es auch vorkommen, dass einem eine Woche der Veränderung plus 10 Stunden Fahrt so lang erscheinen wie die letzten 2 Monate zusammen.

5 Monate und n paar zerquetschte bin ich schon hier, in Hugh Jackmans Revier. Bald ist es an der Zeit diesem wundervollen, fast noch unbekannten Ort den Rücken zuzukehren und in die vertraute Heimat zurückzukehren. Aber das beste nehm‘ ich noch mit bevor ich abhaue…womit wir auch schon beim Titelthema sind: SÄÄÄÄXXXX ^_^  *.*  O-O  Ö;Ö

Jaja die Sexpo in Sydney war ein absoluter Meilenstein in meinem Leben. Normalerweise kann man so etwas ja nicht bereits so früh nach einem Ereignis im Leben behaupten aber ich habe mich selbst einem Test unterzogen: wie reagiere ich darauf? Bin ich mit 20 schon ein junger Erwachsener, der entweder keine Zeit für solche Nichtigkeiten wie Koitus hat und hauptsächlich an eine Karriere als Manager für Jynx Maze denkt oder verstecke ich mich beschämt und kichernd hinter Vera, die mich ermahnen muss nicht so albern zu sein und die gewaltige Brust mit dem Nippel da nicht anzufassen? Keins von beidem.
Tatsächlich bin ich alt genug um seriös an den angebotenen Produkten und Praktiken interessiert zu sein und Dinge wie „The Hand“ oder einen „Ponyschweif“ mit natürlichem Andockprinzip zu betrachten ohne in Gelächter oder schweinischer Kommentarflut zu verfallen. Sogar den ultimativen Test, auf der realitätsnahen Nachbildung einer Vagina herumzudrücken hat mich nicht mehr beeindruckt als zu sagen: „Oh das ist aber schön weich“ und weiterzugehen als hätte ich eben kein fremdes Masturbationsgerät für Ihn berührt.
hustlerslingerie werbung riesentitte was für kathi booti booti
ALLERDINGS bin ich auch noch lange nicht reif genug um all das nicht mit einem leicht süffisanten Schmunzeln zu betrachten und ein dummes und unsicheres Grinsen aufzusetzen, wenn ich für zwei Dollar eine Minute lang eine Frau in den Mittdreißigern bei einer Peepshow beobachten darf. Interessant war es definitiv.
Und ich kann mich auch nicht hypnotisieren lassen. Ich war wirklich offen dafür und ich habe alles getan was er mir vorgeschrieben hat aber als ich die Augen und gefalteten Hände dann locker öffnen konnte bin ich aus der Gruppenhypnose rausgeflogen :( War trotzdem gut im Endeffekt, so musste ich mich wenigstens nicht zum Affen machen und ein Telefonat mit dem Schuh meines Sitznachbarn führen musste, egal ob der Besitzer noch dran hing.

Alles in allem habe ich mir ein Aphrodisiakum in Form von Tee gekauft, kein einziges Mal das Wort „Geil“ verwendet und konnte normal gehen, ohne dass es aussah als hätte ich einen Krampf in beiden Oberschenkeln und kaputte Nervenenden im Rücken (Männer you know that problem).

So gesehen bin ich nun weder erwachsen noch kindisch, nicht schwarz nicht weiß, nicht ying nicht yang, kein Fisch kein Fleisch. Ich hoffe so bleibe ich noch lange, lange Zeit.

Nun habe ich fast schon einen ganzen Eintrag der Sexpo gewidmet und über das Leben eines jungen Erwachsenen philosophiert, dass ich den durchaus wichtigen Teil über die Ostküste Australiens ein wenig vernachlässigen muss.
Besagte Messe war nämlich erstaunlicherweise nicht der eigentliche Grund für meine nächtliche Reise von Melbourne nach Sydney (einige haben es möglicherweise bei facebook mitbekommen), sondern das gemeinsame Hochreisen mit meiner hochgeschätzten Kumpeline Vera. Über mehrere Tage sind wir nun an der Grenze zu Queensland angekommen, grade noch in Byron Bay versackt, dem Surfer- und Chillerort #1 in NSW mit einer erstaunlich hohen Dichte an gutaussehenden Menschen, und Reisen schon bald nach Brisbane. Dann nach Cairns, dann ich alleine nach Brissie zurück, dann… ja dann… was kommt dann bloß ;)?
Kayaken, schöne Strände, Lagunen und Buchten, Warane und Leguane, Pelikane und Schwäne… all das haben wir bereits erlebt und noch einiges mehr aber dazu vielleicht im nächsten Blogeintrag Genaueres.
alex schlüsselburg was sonst..natürlich in aussie farbe :)
Achja und Blah.

Vergesst nicht Zähneputzen.

Und gute Besserung meinen geliebten Katzen :‘(  wenn ich da wäre gäb‘s gedünsteten Kater und zwar kastriert.

Sayonara Senôritas, muchos grandos in ma pantos,
 accent circonflex
Warm regards,
Alexander Schlüsseburg, Sexperte

gibts nur hier :) schmeckt scheisse :(

PS: Wieso saufen meine Freunde mit meiner kleinen Schwester? Bin ich ersetzt worden? Durch ein WEIB?? Kleiner Spaß ich bin kein Sexist. Ich verstehe die Herren Kopernikus, Brötchen, der Butter und Guido sehr wohl: sie vermissen mich so sehr, dass sie einfach zu dem nächstähnlichen Genmaterial gehen. Alles Biologie :)

Proletenpack

Dienstag, 19.03.2013

Schlong schlong time ago, i can still remember.

Ich entschuldige mich gleich zu Anfang bei meinen etwa fünf bis zehn Lesern für die lange Zeitspanne, die zwischen meiner letzten geschriebenen Gedankenkotze "Erotische Brauerzeugnisse" und der Gegenwart liegt. Aber es gab mehrere elementare Probleme die mich von meinen Oden an den Australischen Kontinent und all seinen Vorzügen gegenüber dem Rest der Welt abhielten.

Grundlegend ist das Problem das einfach nichts Spannendes passiert ist. Stagnation pur. Cuxhaven Down Under wenn man so will.
Außerdem hielt mich extreme Lustlosigkeit resultierend aus der ernüchternd negativen Bilanz der zweiwöchigen Jobsuche in meiner Kreativität zurück.
Und so weiter. Keine Ahnung was mehr, ist bereits alles gesagt…


Betrachtet man die ersten zwei oben geschriebenen Absätze könnte man depressiv werden. Rettung naht: dieser Teil ist zwei Wochen her. Seit diesen zwei Wochen ist durchaus viel passiert. Ich habe geschuftet wie selten im Leben um mir mein Überleben, einen Monat reisen und ein halbes Auto zu finanzieren. Roundabout 1200$ hat mir Gartenarbeit aller Art -von Hochdruckreinigern über Sensen bis hin zum Rattengift- eingebracht, die ich Michael direkt wieder in die Hand drücken konnte um mir den Bangbus aka. Nigel gänzlich anzueignen. Dieser hat übrigens auch einen neuen Titel: Der „Verschwindibus“. Nachdem uns die weiblichen und dennoch (man glaubt es kaum) freundlichen Polizisten nachts um vier geweckt haben und unseren erlogen ungläubigen Gesichtern erklären mussten, dass Schlafen im Auto an öffentlichen Plätzen illegal sei erfasste mich ein Strom der Erkenntnis und ich fuhr einen Kilometer weiter auf den Parkplatz eines Schwimmbads und gab dem Auto diesen Titel. Die Welt kann grausam wie auch einfach sein.

endlich indische sexperten yep...genau dekadenz für einen tag :'(

Trotz unserer dreisten Art vermissen wir die kleine Gemeinschaft die sich mit der Zeit am Lilydale Lake gebildet hatte. Vier deutsche Busse, die verkifften Franzosen, den Pedo, den „Läufer“ und nicht zu vergessen der fabulöse „Gehirnlose“ waren ein kleiner eigener Ort geworden..wir haben sogar eine Postleitzahl beantragt. Der Briefkasten war ein Mülleimer. So gesehen isoliert von der Gesellschaft blieben wir glücklicherweise nicht lange genug, dass der Pedo auf die Idee käme inen eigenen Genpool zu bilden.

Unser Heimathafen wurde das Haus der Familie von Shannon. Shannon ist die beste Freundin, der Cousine, des Mädchens, welches ich in Griffith kennengelernt hatte…alles klar soweit?
Die super entspannte Atmosphäre, die nicht zu extreme Freundlichkeit wie bei der ersten Familie, die Hygiene- und Komfortmöglichkeiten, freier Internetzugang, eine Playstation 3 mit CoD, der Sohn Chris, der wie eine Kombination aus Giedsen und meiner eigenen Person zu einem gutem Freund geworden ist und der wahrscheinlich niedlichste und biernuckelnde Hund Cooper. Aaaaalles Gründe um zu sagen DANKE :)

freunde und so guter junge!

Dieser Unterkunft wurde umso angenehmer als wir Arbeit gefunden hatten (wie bereits oben erwähnt). Auf einer Erdbeerfarm auf der, bis auf uns drei deutsche Backpacker, nur Vietnamesen angestellt waren. „Smaller and more flexible“ war die treffende Beschreibung unseres italienischen Farmers Mick auf die Frage hin warum nur Asiaten Erdbeeren picken. Isn harter Job. Obwohl ich jeden Tag um 5:55 hoch und 8 Stunden Arbeit hinter mich bringen musste war das noch purer Luxus.
Dennoch ist es ein überaus schöneres Gefühl nach harter Arbeit erschöpft und verranzt ins Sofakissen zu fallen als ohne irgendwas am Tag getan zu haben erschöpft und verranzt ins Sofakissen zu fallen…auch wenn wir immer vor den Hausbesitzern wieder da waren, was also keinen prägenden Unterschied für diese gemacht hat.

is sense jetze schneckengift...ob schneckmag auch betroffen ist? schade der abfall.. =D hats zerlegt...dnke für 5 jahre treue dienste :'(

Um noch mal alles weitere schnell Zusammenzufassen: Michael ist nach Perth, Katharina nach Melbourne und ich habe in aller Früh Jenny plus Begleitung vom Airport abgeholt um heute mit ihr den Tag zu verbringen, Geld im Casino zu verlieren und mir danach mit mehr Geld ausgeben den Frust wegzusaufen. Danach geht’s in nem zwei Tage Trip lonesome rider style nach Sydney um Vera abzuholen, die Angst hat im Vorort zu versauern. Das lasse ich natürlich nicht zu. Crapman schreitet zu Tat.



Das war‘s auch schon. Pretty much amazing wie Chiddy Bang sagen würde. Ich verspüre einen gewaltigen Hunger, nach Abenteuer, nach Aktion und nach einem Pizzasub, weshalb ich mich in 5 Minuten von meinem sicheren Hostel (in welchem ich übrigens Katharina begegnet bin…ein kurzer Abschied =D ) in die grausame Welt der Strandpromenade des St.Kilda Beach begebe. Ich hoffe Chip, Penny und benutztes Taschentuch kommen eine Weile ohne mich aus. Grüßt mir den Schnee Kinder des Nordens <3

PS: In diesem Text waren viele Anspielungen auf Dinge die nicht jeder kennt oder versteht oder unterstützt. Falls es Fragen oder Beschwerden gibt sendet sie einfach an die neu erworbene Postadresse Community of love, Lilydale Lake, 7293, Victoria, Australien. Direkt in meinen Briefkasten. Alternativ könnt ihr auch einen beliebigen Abfalleimer in eurer Umgebung suchen. Keine Sorge auch das sind alles meine Briefkästen :)

PSPS: Als ich mir Geld von meinem deutschen Konto aufs Australische überwiesen habe war mein Verwendungszweck „für sexuelle Gefälligkeiten“. Keine Ahnung warum ich euch das wissen lasse…warum kursiert im Internet ein Video von Giovanna Plowman? Jaaaaa jetzt wollt ihr googlen. Viel Spaß.

kennt einer die inbetweeners? wie dem auch sei, diese frisur hatte jedes kind mal =D

c ya mates *_*

Erotische Brauerzeugnisse

Montag, 18.02.2013


PLATSCH! RAUSCH! BLUBBER! Eine Woge der freudigen Erregung durchströmt meinen Körper wenn ich mich mit Wucht den von der Antarktis kommenden Wellen entgegen schmeiße. Die gewaltige Kraft der Ozeane ist an der Südküste Australiens, der Abbruchkante, die den Kontinent vom Indischen Ozean trennt besonders gut zu spüren.



Nach zwei ereignisreichen Nächten am St.Kilda-Strand der Metropole Melbourne, in denen ich Freundschaft mit betrunkenen Einheimischen geschlossen, nach 2 Stunden Gentleman-Tat um halb fünf morgens zum Auto gekommen und wilde Possums sowohl mit ein bisschen Müsli gefüttert wie auch gestreichelt hab (<33) war es endlich soweit: Die Great Ocean Road stand bevor! Mein erster großer Trip ohne eine Autorität, ohne Jobsorgen oder Zeitdruck. Die Abenteuerlust die mich erfüllt seit ich das erste Mal meinen GameBoy Colour mit der Gelben Edition einschaltete wurde nun endlich erfüllt!

Michael und ich beschlossen uns ein wenig Abwechslung in den Bangbus zu holen (was jetzt unabsichtlich homoerotisch klang). Zwei Mädchen, zwei Katharinas, eine Freundin aus der Heimat meines Mitstreiters und eine weitere Backpackerfreundin aus Sydney. Uns war durchaus bewusst dass wir dadurch, dass wir uns weibliche Mitreisende an Bord holen, männliche Freiheiten wie Genitalkratzen, Rülpsen und Furzen wann immer es uns passt, Witze, welche anderes Geschlecht mehr oder weniger diskriminieren, lange Wanderschaft und toilettenpauselose Fahrten für die Zeit der gemeinsamen Reise aufgeben müssen. Wir planten vier Tage für dieses Großereignis ein welches mit einem kleinen Geburtstagstrunk würdig abgeschlossen werden sollte.

Erstes Ziel, sowie erster Overnight-Spot war das Surferparadies Torquay, wessen gleichnamiger Vetter im englischen Cornwall ebenso für seine traumhaft wogende See bekannt ist. Die Chance wurde gleich genutzt und obwohl mich die ungezähmte Natur meist im Griff hatte gab es gegen Ende doch ein Remis nachdem uns dann fast als ebenbürtige verabschiedeten. Immerhin schaffte ich es mehr als eine handvoll Mal die Welle zu rocken wie Grantelbart die unartigen Kinder in Weihnachtsmann & CoKG.

Im spätnachmittaglichen Sonnenlicht setzten wir unsere Reise fort und hielten als nächstes in Lorne, ein Sehnsucht erweckender Ort voller Bonzenvillen mit Meerblick, die wahrscheinlich allein aufgrund ihrer Lage teurer waren als ein kompletter Zahnersatz aus Massivgold. Vielleicht residieren ja Großunternehmer und Stars dort…Bill Gates, Donald Trump, die Nachfahren Rockefellers, Jay Z oder Moneyboy…möglich ist alles.
Die nächste Station war ein Wasserfall wie er in einer Fa-Werbung vorkommen würde. Zumindest die Broschüren ließen dies vermuten. Da wir anfingen leicht zu riechen wie der stereotypische Backpacker hofften wir außerdem auf eine natürliche Dusche. Abgesperrt…ich hätte gesagt Fuck The Police aber leider war besagte Sehenswürdigkeit durch glitschige Steine tatsächlich nicht zugänglich. Während meine Mitreisenden ihren Mock im stehenden und von Mückenlarven verseuchten Tümpel abwuschen und sich einen anderen Mock draufschmierten entschied ich mich auf die nächste Bucht zu warten.
Welche auch kam. Abends in der Apollobay, ganz allein und nackt sprang ich in die perfekt geformten Bilderbuchwellen. Doch genug von solchen Nichtigkeiten: ich sah auf dem wahrscheinlich schönsten freien Campingplatz der Welt, den wir danach aufsuchten hautnah wilde Koalas!! Bäm!!

24  Stunden später, 1 Jahr älter und 10 Jahre müder ging‘s bei Sonnenaufgang zu den Twelve Apostel, Helgoland Down under wenn man so will. Pancakes in frischer Seeluft und asiatischen Touristen versüßten mir diesen Anblick umso mehr. Im Laufe des Tages haben wir dann so ziemlich alles abgetingelt was der Rest der Küste so zu bieten hatte wir schlossen den Tag würdig mit einer Maccas Fressattacke und den ersten drei Becks seit good old Germany…es war so göttlich, so herrlich…das Bier hat meine Seele geküsst und ihr danach zärtlich ins Ohr gehaucht wie sehr es sie liebt…einen so intensive Genuss habe ich weniger als eine Hand voll mal gespürt, er stand dem Gefühl das ich empfand als ich mit 13 heraus fand wie man die Badezimmertür abschließt in Nichts nach. Danke Brauerei Beck!! Ich vermisse dich <3

Ich muss gestehen ich habe all diese Sachen vor nunmehr einer Woche erlebt, ich gestehe ich war oft so kaputt dass ich selten die Kraft oder den Flow für einen weiteren Blogeintrag fand. In der letzten Zeit habe ich fast ausschließlich am Lilydale Lake gewohnt und auf Apple- oder Lemonpicking gewartet…Australisches „in the next week“ heißt in einem Monat :D Noooooooo Wooooorries was loos. Dafür wurde mein Bus nachts bereits mit Eiern beworfen, wir werden passiv high von dem Dunst der uns von unseren französischen Mitcamper entgegen wabert, wir wurden bereits zweimal von jemandem der offensichtlich kein Gehirn mehr hat angestarrt und auf Nichtigkeiten wie das Wetter angesprochen worauf besagter Fremdling direkt von dannen zog und wir warten auf eine dritte Brustwarze durch den möglicherweise radioaktiv verseuchten See. Gute Aussichten für die Zukunft :))

 

DENNOCH. Ich habe bereits einen ungefähren Plan wann ich gen Heimat zurückkehre und bin geschockt wie wenig Zeit ich zum Reisen habe und erfreut dass ich bald wieder ein gutes Weizen im Hause meiner tollen Familie mit meinen guten Freunden und dem guten FIFA genießen kann.

DEESMOND the moon bear. END.

Gute Nacht Freunde der Sonne und des Mondes <3

Seevogelmock

Sonntag, 03.02.2013

Fast wie zuhause. Frische Meeresbrise, sanftes Wellengeräusch, kühle, salzige Luft und ein Hauch von Abenteuer in der Nase. Eiskalte Füße und Einrollen in sekundärer Bettwäsche zum zusätzlichen Wärmespeicher inklusive.

Wir hatten Großes vor: Von Grantville, dem letzten Ort meiner lyrischen Geisteskraftentfaltung wollten wir innerhalb von zwei Tagen nach Wilsons Promontory Nationalpark und der berühmten Insel Phillip Island. Nun…wir haben beides in vier Tagen grob geschafft.

Unser erstes Ziel, der südlichste Zipfel des Australischen Kontinents hielt viel Versprochenes und noch mehr Unerwartetes für uns bereit. Das muss ich unterbewusst wohl schon vorher geahnt haben, weshalb ich ohne Rücksichtnahme auf die winkende Dame an der Informationshaltestelle, geschweige denn das Stoppschild, welches direkt davor stand mit 80 Sachen in den Nationalpark gebrettert bin. Nach lebensgefährlicher Wendeaktion in nadelenger Kurve + 100er Zone bekamen wir im zweiten, peinlich berührten Anlauf auch Karte und Informationen über den Park.
Es war gewissermaßen wie ein unbeholfenes jedoch positiv verlaufenes Blind Date: Zuerst rast man voll Karacho rein, fragt sich jedoch ob das nicht ein wenig zu schnell war und sobald man im zweiten Anlauf drin ist fühlt man sich sauwohl. (Sorry Mama, ich hoffe du bist trotzdem stolz auf mich <3 )



Umringt von dichten Mangrovenwäldern fuhren wir durch Berg und Tal und gelangten von einer schönen Aussicht zur nächsten. Der Name „Whisky Bay“ hatte es mir zwar sehr angetan doch sein angrenzender Nachbar der „Squeaky Beach“ schlug alles bisher Gesehene um Längen. Und der Name ist  Programm. Wenn man nämlich auf dem Sand läuft quietscht er, wie ein vergnügtes dickes Kind im Planschbecken. Weiß wie frisch gebleachte Zähne der Strand und umringt von grünen Bergwäldern kam ich mir vor wie ein Bakterium im Mund eines amerikanischen Cheerleaders, welche grade Poppey-mäßig ‘ne Dose Spinat verzehrt hat.
Ich erspare mir ein weiteres Mal viel Beschreibungsarbeit und klatsche euch lieben Lesern einfach mal ein paar Visuelle Erinnerungsstücke in digitaler Form ins Gesicht.

Doch eines muss an dieser Stelle gesagt werden: Unterschätzt niemals Distanzen in Australien!! Startet nicht um 17:00 Uhr einen selbstzerstörerischen Wanderplan der logisch bedacht sowieso in die Hose gehen musste. Plant nicht für 15 km Wald-, Berg- und Mangroven-/Dünenweg 1 Stunde 30 Minuten ein. Wir kamen nach 3 ½ am südlichsten Punkt des australischen Kontinents an…mehr oder weniger „wir“. Michael beschloss nämlich während meiner kurzen Rast an einem Lookout auf eigene Faust weiterzulaufen und mir nur genuschelt Bescheid zu sagen…nicht aus böser Absicht…er dachte er kommt gleich wieder…kurz und gut: nachdem ich ihn nach 15 Minuten in beiden Richtungen des Pfades nicht gefunden habe (ich habe eine laute Stimme) kam ich durch 3 km durch den Wald panikjoggen mit Hilfe von den erfahrenen Bushcampern Chorie und Fieken wieder.
Ich war leicht verzweifelt, schließlich hatte Michi die Schlüssel für den Wagen. Sowie meine Kamera…dafür hatte ich die Taschenlampe.. HA!
Als wir dann den sich entschuldigenden menschlichen Schlüsselanhänger auf halbem Wege wiedergefunden haben ging‘s noch kurz den Weg zum Auto zurück und wir waren froh uns für die illegale Variante zu entscheiden und im Auto zu schlafen <3



Phillip Island…viele Eindrücke von kleinem Inselparadies, ich beschreibe es mal in einem stream of consciouness: Eine Brücke, muss ich wohl davor bezahlen? Und wenn ja wie? Egal bin drauf. Oh schön hier aber viel Verkehr. Hui sind das viele Touristen..warum sind das alles Inder? Und Japaner? Kann man Inder „Subasiaten“ nennen? Pyramid Rock wieso hast du als große Attraktion so ‘ne beschissene Dirt Road als Zufahrtsstraße? Oh hübsch hier. Geile Aussicht lass planken. Kein Geld für Pinguinshow ausgegeben, trotzdem einen gesehen MADE MY DAY! So bin allein was jetzt? Pancakes wär ‘ne gute Idee. Sind das Franzosen? Franzose und Italiener? Wollen die mir Fußballwitze reindrücken? Dann fist ich Die! Ah nein der Franzose ist aber cool drauf. Wieder illegal übernachten wird lustig. Wieso laufen hier nur Inder rum ????????

 

Ich denke das gibt vieles wieder :) Nur eines war ein Unterbewusster Gedanke der mir vorher noch nie in den Sinn kam: Seevögel haben einen ebenso markanten wie penetranten Eigengeruch! Ich wurde von Erinnerungsbruchstücken von Helgoland oder dem Kurpark überschwemmt und es war ein Licht das über meinem Kopf aufging: Hier leben echt Pinguine!! Überall kleine Höhlen im Boden. Besoffen will man da nicht rüberlaufen, da bricht man sich noch den Fuß oder schlimmer noch man fällt in Seevogelkacke?!?!?!



Der neue Survivalplan lautet nun übrigens Campingplatzschnorren. Auf nahe gelegen Parkplätze, reinschleichen, Duschen, ganz dreist noch Stromnetz anzapfen und wenn dann der Campingplatzwart fragt „You guys camping here?“ und ich antworte „yes of course“ , dann verziehen bevor er merkt, dass weder ein Auto noch ein Zelt da stehen wo es müsste. „Einpacken und LOS!“. Adrenalinkick pur…ranzige deutsche Backpacker.

Ich habe zusätzlich zu alledem noch einige mehr erlebt in Melbourne aber darauf komme ich in meinem nächsten Blogeintrag noch einmal zurück…wenn ich Strom finde also bald…hoffentlich finde ich da einen besseren flow aber ich befinde mich bereits zum zweiten Mal in einem kreativen Loch…
Ich beende das Ganze mit einem streitbaren Witz:
Was ist blau und läuft zwischen Küche und Schlafzimmer hin und her?
Jeder kann seine Frau anmalen wie er will!



Sorry an meine weiblichen Leser ( Mama, Kathi) ich schäm mich total und geißele mich noch heute Nacht. Was durchaus passieren könnte heute gibt’s Sandwich aber das ist nun ein zu weites Feld wie Papa Briest zu sagen pflegte.

Nachti nachti.



PS: mir soll angeblich genau vor meinen Füßen eine Schlange entlanggeschlängelt sein…hab sie nicht gesehen…Well played mother nature ;)

Präventivtiefschlag

Donnerstag, 24.01.2013

Einer dürren und endlosen Wüste gleich, Australien, der heißeste, trockenste und unvernetzteste Kontinent unserer Erde. Empfang? Eine Frischwasserquelle. Wie auch dieser Blogeintrag für meine Leser die seit fast zwei Wochen nach nichts anderem mehr dürsten müssten.. Bitteschön hier habt ihr euer vulkangesteingefiltertes, mineralreiches und supersauertoffvollgepumptes Wasser für eure Gehirne!

BESTE!!

Ich habe gearbeitet! Ja wirklich. Es hat funktioniert und ich habe mir einiges an gelben Dollarscheinen zum Sprit raushauen und Spirit reinhauen verdient. Nach Kiwibaumbeschneidungen kam eine der wohl glanzlosesten Tätigkeiten die unsere moderne Zeit zu bieten hat: Steine bewegen. Steine suchen, Steine finden, Steine auflesen (manchmal sogar ausgraben o.O ), Steine in den Buggy legen, Steine abladen. Auf den wahrscheinlich staubigsten Feldern unseres Sonnensystems. Bis auf die nutzlos wachsend wirkenden, fahl-gelben Gräser erinnert also alles an den Mond. Kein Staubsauger dieser Welt, nicht mal Amy Winehouse hätten es geschafft all das Zeug wegzusaugen.
Wenn man dann abends beim Niesen kieselsteingroße Staubbrocken im Taschentuch (Tempo, alles andere wäre nicht reißfest genug gewesen) findet, beginnt man an seiner Arbeit zu zweifeln, trotz komfortabler Unterkunft im Landhaus-Stil.

Apropos Unterkunft.. .. .. ..

Jetzt habt ihr auf den Bezug zur Unterkunft gewartet wa? Gibt’s nicht :)



Ich suche jetzt seit Wochen Wildlife und bin fündig geworden. Es ist als würde man ein Level in einem Videospiel erreichen. Wenn man einen Gegner geschafft hat taucht dieser Gegnertyp im nächsten, schwierigeren Level häufig auf. Nachdem ich mir fast meine Hose genässt hätte vor Freude endlich länger als einen Augenblick diese springenden Tiere mit den langen Schwänzen zu sehen und dann gleich ganz viele davon, sind sie für mich zwar immer noch saucool aber nicht mehr Ekstase bereitend. Mein nächstes Ziel war ein Wallaby: ich habe mein Ziel mehrfach erreicht. Putzig diese Kängurus im Miniformat. Nachdem ich das erste gesehen hab folgten in der Nacht danach 3 weitere…auf einer Straße…nur zwei davon lebend aber naja. Auch Känguru-Kamikaze-Jack wollte sich mit unserem Auto aus der Nähe bekannt machen hat sich bei diesem Mundgeruch 3 Meter vor dem Aufeinandertreffen aber doch überlegt lieber weiter zu jumpen.
Ich habe jetzt aber immer noch keine vermaledeiten Schlangen gesehen. Jeder Ortskundige sagt mir den gleichen shit: „oh yeah Brown Snakes (Inlandtaipan, #1 giftig und so) plenty around here, be careful, wear good shoes, use a condom“ blah blah blah. MAN WENNS HIER SO VIELE GIBT WOOOO DENN BITTE?
Von wegen gefährliches Land…das einzige was mir an Viechern negativ auffällt sind Fliegen…aber davon genug. Ich hasse Fliegen. Ich hasse hasse hasse hasse hasse jede einzelne von ihnen, wenn man so will bin ich Fliegenrassist. Auch wenn sie nach Regeln von Darwin ziemlich gut drauf sind. Dumme scheisstiere.

wallaby action

Um nochmal auf Arbeit zurück zu kommen: gibt’s nicht mehr. Schicht im Schacht. In 2-3 Wochen fängt Apple- und Lemonpicking an bis dahin wird Südvictoria erkundet und die Great Ocean Road betravelt. Hossa das wird ein Spaß. Da wir aber wahrscheinlich die ersten Backpacker zur kommenden Saison hier waren und gefühlte 287 Farm besucht haben um Absagen zu kassieren wie eine weibliche Prostituerte die sich in einem Transvestitenlokal anbietet (oh bitte kleiner Cousin lies meinen Blog nicht), sind ein bis zwei Jobs schon mal safe. Ich Liiiehiiebe Arbeiten.

Nur mal nebenbei ich feiere mein 3 Monatiges Überleben in Down Under, mal sehen ob ichs nochmal so lang schaffe dann komm ich auch wieder ;) klaubt euch schon mal ne Notration an Nahrungsmitteln zusammen.

Da ich die letzten drei Nächte in der gebirgigen Umgebung Toolangis, des wunderschönsten Ortes der Welt, genächtigt habe wei0 ich dass es auch in Australien verdammt kalt werden kann. Daher habe ich mir eine Fleecedecke in Flaggenmuster zugelegt, die ich mir eigentlich jetzt in den Schlafsack stecken wollte…ironischerweise ist es aber an der Bucht vor Philips Island überraschend warm -_-



hahaaa ich geh schlafen j’ai une tour d’eiffel dans ma pantalons, de mer putain….
pamplemouse

Grüße,
Ich





PS: War bei den Australien Open, hab zwei Cuxhavner üer Absprache getroffen und meine Nachbarin saß einfach mal so in Melbourne tum...chance von 1 zu 100000000000 aber es..sowas passiert tatsächlich

Touristyle undefined

Schwarzer Humor

Freitag, 11.01.2013

Grün. Ein durchdringendes und alles überflutendes Grün. Hell, dunkel, bläulich, bräunlich, gelblich. Blattgrün. Die Farbe der Hoffnung und des Glücks. Und des Geldes. Inmitten eines Meeres aus üppiger Flora und Fauna ist diese lebensverheißende Farbe überwiegend. Passend!

Räumt hier denn keiner auf ????   

Der 600-Seelen-Ort Toolangi in den Bergen des Yarra Valley in Süd-Victoria ist ein Ort, den man zu Recht „abgelegen“ nennen kann. 2 Stunden nördlich von Melbourne liegt die Idylle, die meinen Mitreisenden und mir nicht nur versprach was wir wollten, sondern auch gab. Eine gute Arbeit mit guter Bezahlung unter guten Umständen. Keine Bestnoten, dennoch überaus zufriedenstellend. Als wir ankamen dachten zwar zuerst „Dafaq?!?“ aber die „Farm“, die mehr einem botanischen Garten gleicht, entwickelte sich für mich innerhalb kürzester Zeit zu einem Rückzugspunkt von der Welt und ihren lächerlich ironischen Problemen. Man könnte sagen, dieser kleine Teil der grünen Lunge unserer Erde sei meine grüne Brille. Ebendiese erlangen andere Menschen durch das Hinzuführen eines Teils der grünen Lunge der Erde zu ihren eigenen Lungen.



Dieses Wortspiel könnte zum einen aus meinem literarischen Flow resultieren, den ich momentan trotz sexuell anstößiger Bemerkungen von Max verspüre, zum anderen aber auch daher rühren, dass ich grade eine Flasche Kiwi-Cider aus eigener Produktion geschenkt bekommen und ausgetrunken habe. Fred, unser überaus freundlicher, wie auch zerknirscht wirkender Chef spendiert ab und zu mal eines dieser 6$ Produkte. (Sixer 30$ .. Dekadenz pur =D)
Wo wir auch schon bei meinem Job wären: Rabbi. Ich beschneide ja offensichtlich die Stämme mit den haarigen Eiern…so zumindest könnte man diese Arbeit bei dem Spiel Tabu beschreiben.
Ich danke an dieser Stelle der Pubertät, die mich aus der Neurodermitis heraus wachsen ließ und zudem gestärkt hat um nicht länger empfindlich gegen die Frucht des Kiwi-Baums zu sein…welcher übrigens auch der verbotene „Apfel“ im Paradies der Bibel sein könnte. Ich verweise noch einmal auf die Ähnlichkeit der Frucht mit gewissen anderen Dingen, über die sich ein gesunder, unreifer Menschenverstand bereits einige Male lustig gemacht hat.
Zwar lässt mich der Staub der Bäume immer noch niesen, meine Augen tränen und meine Armbeugen jucken aber das ist der Seelenfrieden und die prall gefüllten Geldbeutel doch wert :) !
Außerdem lerne ich morgen von einem passionierten Angelveteranen alles übers Fischen. So manch Abendessen wird gesichert.

So friedlich das Leben hier jedoch scheint, so schnell kann die Stimmung auch umschlagen. „36 Grad und es wird noch heißer..“ passt in diesem Sinne sehr gut, „it’s gettin hot in here so take of all your clothes..“ weniger. Die größten Probleme mit denen man sich hier als deutscher Backpacker außerhalb der Arbeitszeiten auseinandersetzen musste waren Tiere. Handtellergroße Monsterfliegen, Wespen die Spinnen töten und in ihren Bau zerren (erschreckender Anblick!!), eine bedrohlich wirkende Art Moskitos mit weißen Fühlerenden, die Kakophonie aus den Schreien wunderschöner schwarzer Yellowtail-Kakadus (der Name ist Programmà google =D ) und Beuteltiere, die offensichtlich den Drang verspüren sich mit einem 100 km/h schnell fahrenden 2 Tonnen Vehikel zu messen. Känguru und Wombat, des Autos ärgster Feind. Besonders letztere leben nach Australiens Motto „No worries“ und lassen sich chillaxed von anhaltenden Rucksacktouristen fotografieren. Casual, editorial, sexy. Und kacken in den Garten, was uns zurück zu dem eigentlichen Thema bringt: Probleme.

In der Umgebung des 35 km entfernten Yea wüten die Flammen. Down Under erlebt die schlimmsten Buschfeuer seit Jahren, eine Fläche in der Größe Spaniens und im Wert von Millionen von Dollar ist bereits abgebrannt. Ich erfuhr hier von den Katastrophen im Jahre 2009. Gewaltige Buschfeuer, angestachelt von Wind und geringer Luftfeuchtigkeit brannten Häuser und Wälder nieder, fast 200 Menschen und zahllose Tiere verloren ihr Leben…an dem sogenannten „Black Saturday“, dem Höhepunkt dieser traumatischen Erlebnisse, fand auch ein anderes weltbewegendes, wenn auch nicht so trauriges Ereignis statt: Mein 16. Geburtstag. Während ich mein erstes Faxe Starkbier verzehrte und mein Herz für Bier zu brennen begann, wahren Feuerwehr und Zivilisten damit beschäftigt die Flammen in ihrer Umgebung zu löschen.
Ironischerweise schlug unser wirklich gut vorbereitete, sowie erfahrene Farmer vor in die Taverne zu gehen, während das Inferno, sollte es denn Toolangi erreichen wie 2009, alles niederbrennt.



Kaum zu glauben dass bereits wieder alles nachgewachsen ist…und dass mein vorbelasteter Geburtstag in weniger als einem Monat ansteht. Das Land sollte sich mit seinem brennenden Enthusiasmus jedoch besser etwas zurückhalten.

Aaaaaber don’t panic. Das ist das Wichtigste. Außerdem wäre es echt superdupercool mal sowas zu erleben und dann ein Foto zu machen… YOLO eeeyy…

Und in diesem Sinne: baut richtig viel Mist und zerstört euch eure Zukunft, schaufelt euch nen riesigen Haufen Dreck an. Man lebt schließlich nur einmal! YOLO! LOL!

Tschö mit Oe <3

Transpiration im Föhn

Sonntag, 06.01.2013

Absolutes Feuerverbot. Hitzewelle. Der gesamte Kontinent wird unter einer gewaltigen Masse aufgeheizter Luft begraben. Das Atmen fällt schwer, drei Flaschen Wasser o.Ä. am Nachmittag ein Muss. Subtropische Temperaturen, Vegetation, Kreaturen wie aus fremden Welten und nebenbei emotionale Dramen. Achterbahnfahrten der Gefühle wenn man so will.

Mein bisher außergewöhnlichstes, wenn auch nicht mit Abstand bestes Neujahrsfest (Ich erinnere mich an folgenden Ausspruch "BÖÖÖLLER IM HAUS...*rofl* [ich verabscheue rofl meistens aber es passt gut zum Böller]).

Doch ein kleiner Rückblick zuerst. Nach dem wir der zermürbenden Stagnation Griffiths entkommen waren führte uns unser Weg nach Lilydale, einem Vorort von Melbourne. Auf der 5-stündigen Fahrt kamen wir vom Regen in die Traufe oder wenn man von australischem Standpunkt urteilen würde von der Traufe in den Regen. So endlos die wüstenähnlichen Farmflächen und überfahrenen Hasenüberreste in Südwest-NSW erschienen, umso stärker änderte sich dieses Bild nachdem wir den Murray, des Aussies liebster Fluss, überquerten. Wir waren im Staat Victoria!
Die Grenze                    Melbourne aus der ferne     

Als wenn man sich der Kleidung eines weiblichen Sexualpartners entledigt und ebendieses „Entpackte“ begutachtet, so änderte sich die Landschaft dieses neu entdeckten Kontinents. Die Straßen wurden kurviger, die Landschaft änderte sich von flach zu hügelig und es machte eindeutig mehr Spaß diese Strecke zu befahren (Ich entschuldige mich an dieser Stelle bei allen Eltern die ihren Kindern bisher erlaubt haben diesen wirklich schmuddeligen und empörenden Blog zu lesen…jetzt ist es eh zu spät, ich mache einfach weiter mit unangebrachter Metaphorik).
Das dicke Ende kam ja noch. Unerwartet und nach einem langen Weg durch immer waldigeres Gelände lag sie vor uns, wie die Spitze eines Berges, wie die Krone eines Baumes…die Villa auf einem Hügel. Eine wunderschöne noch dazu, mediterran von außen, modern englisch von innen. Talblick, Pool, Jacuzzi, Palme, Sommerhaus, Pferdekoppel…alles dabei. Sogar Katzen !!!



Die Invasion der Deutschen begann, wie in manchen Geschichtsbüchern bereits nachzulesen ist, mit einem großen Knall. Um genau zu sein New Years Eve. Sturmfreie Bude. Annas Cousine (Ihrem Onkel gehört besagte Villa, man braucht eben Vitamin C ;) ) war einverstanden damit noch weitere unbekannte Wilde aufzunehmen. Chris und Alex vom Caravanpark in Griffith, sowie auch Florian und Tjark aka Chuck vielen meiner Leser als Bestandteil der Cuxhavener Jugend bekannt. Es war super erfrischend endlich wieder bekannte Gesichter zu sehen, was auch durchaus nötig war. Schließlich hat man nicht jedes Silvester 28 Grad in der Nacht ;)
Unglücklicherweise habe ich hier aufgrund radikal verminderten Alkoholkonsums nicht mehr die Trinkfestigkeit die ich einst besaß und für die mich so viele bewunderten…man fand mich zwar sauber und ordentlich…dennoch schlafend auf der lokalen Sanitäranlage. Zwar bitter aber der looser des Abends war wohl eindeutig der überaus betrunkene wie auch anhängliche Erik, der sich dem an Diarroeh erkrankten Hund Toby anschloss und sich kurzerhand ankackte. Gut dass ich da bereits schlief und diesen menschlichen Abgrund nicht mit eigenen Augen betrauern musste :)

Die nächsten Tage vergingen wie im Flug. Ein Besuch in der wohl schönsten Großstadt der Welt, Melbourne, war jedoch nicht das Highlight. Trotz unglaublich moderner und sauberer Metro sowie Innenstadt, gewaltigem Casino (das „Crowns“, googlet mal), riesiger Denkmäler und schönen Parkanlagen war der Besuch am Rosebud Beach zwei Tage später um einiges besser. Während der Hitzewelle fühlte sich der Fahrtwind bei 120km/h zwar an wie ein Heißluftföhn, welchen man als deutscher Griller mit dem Willen zum Grillen zum schnelleren Anfeuern benutzt doch es hat sich gelohnt. Ich hätte nie gedacht dass ich das Meer so vermissen kann. Rein ins kühle Nass und die Wellen war eines der höchsten Gefühle der letzten Wochen.
Familie, Freunde, Meer und Ak Deniz Yufka sind die Dinge die ich wirklich an Cuxhaven vermisse. Doch all das kann noch vier Monate auf mich warten.



Wo ich grad bei hohen Gefühlen war: Der Abschied von Anna nach zwei Monaten gemeinsamer Zeit war wahrscheinlich das härteste bisher in der südlichen Hemisphäre für mich. Auch die sichere Erwartung dass es von Anfang an zum Scheitern verurteilt war machte die ganze Sache nicht leichter…
Aaaaber life goes on. Super Motto. Genauso wie mein neues: Plane nie weiter als einen Tag. Oder mein Lieblingszitat von unserem Campingmillionär: „Work in Australia is a big joke“.

Ich bin gespannt wie die nächsten Tage nun verlaufen. Nach einigen Malerarbeiten für gutes Geld führt uns unsere oder meine Reise nun in einen kleinen Ort dessen Namen ich immer vergesse und einige Kiwipflanzen beschneide wie ein jüdischer Priester. schnipp schnapp dingsbumms ab :)

Also Kinder: Genießet das Meer so gut es geht es ist viel schöner als manch einem bewusst ist. Auf ein frohes neues Jahr 2013! Das lange Jahrhundert ist jetzt wirklich vorbei ;)
Und danke fürs mich nicht vergessen Freunde der Sonne :) so viel heimweh mir auch skypen bringt ;D

Special Greets to Daniel der heute Geburtstag hat aber nicht an sein Telefon geht =D <3 und herzlichen Glückwunsch meinen Nachbarn <3 <3

Ciao for now :-*

PS: wenn ihr euch an einem „hopeless place“ (wie rihanna es ausdrücken würde) in jemanden verguckt…lasst es nicht bleiben. Genießt die Zeit. Sie ist es wert auch wenn der Abschied scheisse ist. Und dann let the good times roll (ohne lil wayne der hat das lied versaut. Da kotz ich im Strahl!! ) <3

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